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Allgemeines zum Whistleblowerpreis und seiner Verleihung

Auf Vorschlag der gemeinsamen Kommission für die Verleihung des Whistleblowerpreises haben sich VDW und IALANA entschlossen, nach 20 Jahren der Vergabe des Preises ein Buch zu veröffentlichen, in dem das weitere Schicksal unserer Preisträgerinnen und Preisträger und die Auswirkung ihres Whistleblowings auf die gesellschaftliche Entwicklung dokumentiert werden sollen.

 

In diesen zwei Jahrzehnten ist es - sicherlich auch durch unsere Preisvergabe und die dazu jeweils veröffentlichten Bücher - gelungen, die Bedeutung des Whistleblowings für die Erkennung und Beseitigung gesellschaftlicher Fehlentwicklungen zu verankern.

 

Leider noch nicht eingelöst ist in Deutschland der dringend nötige Schutz für Whistleblower vor Nachteilen durch ein umfassendes Whistleblowerschutzgesetz. Auch dies soll durch das geplante Buch erneut unterstrichen werden.

 

Da die Kommission sich in diesem und dem folgenden Jahr auf dieses Projekt konzentrieren will, wird es voraussichtlich in dieser Zeit keine weitere Preisvergabe geben.

 

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Following a proposal by the joint commission for the Whistleblower-Prize, VDW and IALANA decided to publish a book for its 20^th anniversary. The book will document the life of the award winners after they blew the whistle and the social impact their whistleblowing had.

Over these two decades, the significance of whistleblowing for the detection and elimination of social wrongs has been successfully enshrined in our collective consciousness.

Unfortunately, critically needed legislation to protect whistleblowers from negative consequences has not been enacted yet in Germany. The planned book wants to highlight this issue as well.

Because the commission will focus on this project in 2019 and 2020, we do not anticipate to award the prize in that time period.

                   Informationen zum Whistleblower-Preis

Die deutsche Sektion der IALANA hat zusammen mit der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) den Whistleblower-Preis gestiftet. Er wird seit 1999 alle zwei Jahre vergeben.

Der Begriff „Whistleblower“ kommt ursprünglich aus den USA. Er wurde dort erstmals in den Medien in den 1960er Jahren benutzt, als ein Regierungsangestellter geheime Dokumente an einen Senats-Unterausschuss für innere Sicherheit weitergegeben hatte, um Rechtsverstöße und Missstände im Regierungsapparat aufklären zu helfen. Seit Jahren ist er in den USA und anderen Ländern in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Zwischenzeitlich ist er auch in Deutschland weithin gebräuchlich geworden. Das Wort „Whistleblowing“ lässt sich am besten mit „Alarm schlagen“ übersetzen.

Whistleblower sind Menschen mit Zivilcourage. Sie schlagen Alarm, wo es nötig ist. Sie nehmen illegales Handeln, Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt, Demokratie, Frieden und andere wichtige Gemeingüter nicht länger schweigend hin, sondern decken auf.

In einem Beitrag von September 2011 (24 S.)  stellt Bernd Hahnfeld zusammenfassend die umstrittenen Fragen des Whistleblowing in der BRD dar und würdigt die bisherigen Preisträger aus den Jahren 1999 - 2011

Bernd Hahnfeld zum Whistleblowerpreis    (pdf)

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