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Am 2. September 2020 veröffentlichte die Bundesregierung ihre Leitlinien für die künftige Unterstützung der US-Politik im indo-pazifischen Seegebiet

Das Dokument umfasst 72 S. und kann als  pdf-Datei heruntergeladen werden (s.u.) .

Hier einige Auszüge zur Einstimmung:

S. 8:  Als global agierende Handelsnation und Verfechter einer regelbasierten internationalen Ordnung hat Deutschland – eingebettet in die Europäische Union – ein hohes Interesse, an den Wachstumsdynamiken Asiens zu partizipieren und an der Gestaltung des Indo-Pazifiks sowie der Umsetzung globaler Normen in regionalen Strukturen mitzuwirken. Umso wichtiger ist die Selbstvergewisserung über Interessen und Prinzipien sowie die zentralen Gestaltungsfelder deutscher Politik in der Region. Die vorliegenden Leitlinien sollen dies leisten. Die Leitlinien sollen Anknüpfungspunkte und Angebote für die Zusammenarbeit mit Partnern in der Region aufzeigen und zu einer künftigen EU-Gesamtstrategie beitragen.

S. 9:  In ihrer Politik zum Indo-Pazifik lässt sich die Bundesregierung von folgenden Interessen leiten:

Frieden und Sicherheit: Im indo-pazifischen Raum liegen mit China, Indien und Pakistan drei Nuklearmächte, ferner Nordkorea mit einem Nuklearwaffenprogramm; hinzu kommen die USA und Russland als Pazifikanrainer sowie Frankreich und Großbritannien mit indo-pazifischen Territorien. Neben zunehmenden geopolitischen Spannungen und offen ausgetragenen Machtrivalitäten gibt es zahlreiche umstrittene Grenzverläufe, schwelende innere und grenzüberschreitende Konflikte mit erheblichen Flüchtlingsbewegungen sowie Netzwerke des regionalen und des internationalen Terrorismus, die sich negativ auf die globale Stabilität sowie auf unsere Interessen in der Region auswirken können. ….

Wird die Schwerpunktverlagerung nach Asien fortgesetzt?  SWP-aktuell 20 /2017 von Michael Paul

Ein Zwischenfall im Südchinesischen Meer hat schon vor der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump zu einer ersten Belastungsprobe der neu auszutarierenden sino-amerikanischen Beziehungen geführt: China hatte im Dezember 2016 nahe dem Scarborough-Riff eine Unterwasserdrohne der US-Marine beschlagnahmt. Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson versprach daraufhin bei seiner Anhörung im Senat, Pekings Machtansprüchen mit »klaren Signalen« entgegenzutreten. Damit drohte sich ein Konflikt zu verschärfen, in dem die Obama-Administration vorsichtig und zurückhaltend agiert hatte.

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