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neue Veröffentlichungen

 


 

Unter dieser Kategorie finden Sie neue Texte und Arbeiten zu unseren Arbeitsfeldern. Beiträge speziell  der IALANA und ihrer Mitglieder finden Sie  hier.  (Ältere Arbeiten finden Sie unter "Veröffentlichungen" bzw. im Archiv.

 


 

Am 21.8.2018 erschien IALANA /aktuell August 2018  mit einem Überblick über unsere Aktivitäten der letzten Wochen

unter anderem:

IALANA an Bundestag gegen Leasing bewaffnungsfähiger Drohnen

Mit Schreiben vom 6. Juni 2018 wandte sich IALANA -Deutschland mit einem Protest

an die Mitglieder der Verteidigungs- und Haushaltsausschüsse des Bundestags, die

über das Leasing bewaffnungsfähiger Drohnen zu entscheiden haben.

 

IALANA besteht auf der zugesagten vorhergehenden umfassenden Debatte der

völkerrechtlichen und ethischen Fragen einschließlich einer Auswertung des

bisherigen Drohnenkriegs, den die USA über Ramstein führen.....

 

weiterlesen:  https://www.ialana.info/?na=v&nk=38826-24448cf395&id=32

Wissenschaft im Dienste des Militärs

Seit der Gründung von »Wissenschaft und Frieden« vor 35 Jahren beleuchtet die Zeitschrift kritisch die Beziehungen zwischen ziviler und militärischer Forschung und Technik. In dieses Geflecht eingebunden sind zahlreiche Akteure, wissentlich und willentlich arbeitende oder eher durch die Hintertür, z.B. an Universitätsinstituten oder Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Um diese Ambivalenz, um die Dual-use-Nutzung von Forschungsergebnissen oder die dezidierte Forschung für das Militär dreht sich der Schwerpunkt von W&F 2-2018. Die Artikel befassen sich mit Rüstungsforschung in Deutschland und der EU, in der Mathematik und der Kultur- und Sozialanthropologie, und fragen nach der Rolle der Friedensforschung in diesem Feld.

Im einzelnen schreiben:
Jürgen Scheffran: Militarisierung oder Zivilisierung?
Nicole Gohlke: »Zivile« Forschung für militärische Zwecke
Cornelia Mannewitz: Der Einfluss von Militär und Rüstungsindustrie

Beginnend mit Dezember 2017 gibt IALANA im Abstand von ca. 2 Monaten einen Newsletter heraus

Wer den Newsletter regelmäßig erhalten  möchte, kann sich hier eintragen (dazu den letzten newsletter aufrufen!)

Nachstehend  finden sich die links zu den einzelnen Ausgaben

newsletter Nr. 1  - Dezember 2017:         https://www.ialana.info/?na=view&id=21
newsletter Nr. 2  - März 2018:                    https://www.ialana.info/?na=view&id=27 

newsletter Nr. 3 - Mai 2018:          https://www.ialana.info/?na=v&id=28&nk=38826-24448cf395

 

 

 

 

 

 

 

USA – eine Inventur

Ein Jahr nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump konzentrierte sich die Berichterstattung stark auf seine Person, seine Kapriolen, seine Tweets und seinen Gesichtsausdruck. Selbst seine geistige Zurechnungsfähigkeit wurde angezweifelt. Diese Art der Wahrnehmung seiner Präsidentschaft ist unangemessen: Sie lenkt den Blick der Öffentlichkeit noch mehr auf seine Person und lenkt damit ab von Trumps Politik und den Fakten, die er damit schafft. Gleichzeitig unterstellt sie, mit seinem Amtsantritt habe sich in den USA alles geändert.
W&F 1-2018 zeigt Kontinuitäten der US-Politik auf, u.a. in der Innen-, Außen-, Militär- und Rüstungspolitik, aber auch die Folgen der Politik unter Trump: Mehr für Rüstung und weniger für Entwicklungshilfe und Vereinte Nationen, Abschottung gegen die Migration aus dem Süden, wachsender rechter Populismus und Rassismus im Inneren der USA.

Im einzelnen schreiben:

Andrew Lichterman: Der militärisch-industrielle Komplex.

William D. Hartung: Mehr als eine Billion Dollar. Das Budget der USA für Militär, Rüstung und Verteidigung.

Otfried Nassauer: »Tailored Deterrence«. Eine Nuklearpolitik für Donald Trump.

Studie des Historikers Josef Foschepoth über das Verbotsverfahren gegen die Kommunistische Partei Deutschlands. Erschienen 2017 bei Vandenhoek & Ruprecht

Aus dem Vorwort:

Das Verfahren des Bundesverfassungsgerichts zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der KPD, das am 24. Januar 1952 begann und mit dem Verbot der Partei und aller ihrer Nebenorganisationen am 17. August 1956 endete, war ein durch und durch verfassungswidriges Verfahren. Der gesamte Prozess ist von Anfang an zwischen der Bundesregierung und dem Bundesverfassungsgericht inhaltlich und taktisch zu Lasten der anderen Prozesspartei, der KPD, abgestimmt worden.

Dieter Deiseroth: Whistleblowing als rechtfertigende Notwehrhilfe zur Verteidigung von Menschenrechten,
in: Plöse, Michael/Fritsche, Thomas/Kuhn, Michael/Lüders, Sven (Hrsg.), »Worüber reden wir eigentlich?«, Festgabe für Rosemarie Will, Berlin (Humanistische Union) 2016, S. 640 ff.

d.deiseroth, whistleblowing als notwehrhilfe

Dieter Deiseroth, Hartmut Graßl (Hrsg.) Whistleblower-Enthüllungen: US-Airbase Ramsteinin und globaler Drohnenkrieg |  Herbizid Roundup/Glysophat als Gefahrenquelle | NS-Belastete im Kernforschungszentrum Karlsruhe

Prof. Gilles-Eric Séralini (Universität Caen) widmet sich in seiner Forschung der aktuell in der EU höchst umstrittenen Frage, ob der Einsatz des Herbizids Glyphosat („Roundup“) im Verbund mit gentechnisch veränderten Pflanzen gravierende Risiken begründen kann. Seine 2012 in einer angesehenen Fachzeitschrift publizierte Langzeitstudie, in der er auf mögliche toxische Gefahren für Leben und Gesundheit aufmerksam machte, löste heftige Attacken gegen ihn aus. Die Herausgeber der Zeitschrift widerriefen die Publikationszusage und entzogen die Studie damit dem weiteren wissenschaftlichen Diskurs. Prof. Séralini, unterstützt von vielen Fachkollegen, wehrte sich und ließ sich aus berufsethischer Verantwortung nicht „mundtot“ machen. Spätestens von diesem Zeitpunkt an wurde sein unbeirrtes Insistieren auf der Notwendigkeit eines offenen und fairen Diskurses über Glyphosat und gentechnisch veränderten Mais zum Whistleblowing. Dafür erhielt er im Oktober 2015 in Karlsruhe den Whistleblower-Preis 2015.

Die US-amerikanische Air Base in Ramstein (Rheinland-Pfalz) ist von zentraler Bedeutung für den von den US-Streitkräften geführten globalen Drohnenkrieg. Öffentlich aufgedeckt hat dies der frühere US-Drohnenpilot Brandon Bryant. Er wurde dafür ebenfalls mit dem Whistleblower-Preis 2015 ausgezeichnet. Die US-Drohnenkriegsführung richtet sich nicht nur gegen kämpfende Aktivisten von Kriegsparteien, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung. Das verletzt humanitäres Völkerrecht („Genfer Konventionen“). Die Zahl der unschuldigen zivilen Opfer ist zwischenzeitlich um ein Vielfaches höher als die der getöteten Kombattanten. Die deutsche  Bundesregierung ist mitverantwortlich dafür, dass Deutschland durch die Ramstein Air Base in den globalen US-Drohnenkrieg einbezogen wird. Das ist mit dem Grundgesetz unvereinbar, das der Regierung verbietet, völkerrechtswidrige Handlungen oder Zustände auf oder über deutschem Hoheitsgebiet zu dulden oder gar zu unterstützen.

Erstmals wurde 2015 auch ein Posthum-Whistleblower-Ehrenpreis verliehen – an den bereits 2004 verstorbenen Physiker Dr. Léon Gruenbaum. Er war von 1970 bis 1973 am Kernforschungszentrum (KfK) in Karlsruhe beschäftigt. In enger Kooperation mit Beate und Serge Klarsfeld hat er „braune NS-Flecken“ auf der „Weste“ des KfK publik gemacht. Außerdem trug er dazu bei, die Rolle des KfK bei der Entwicklung und dem Export von Atomwaffentechnologien zu enthüllen.

flyer des Verlags (pdf)  mit Bestellformular   und  Überblick über die früheren Veröffentlichungen zum Whistleblowerpreis (pdf)

 

Schwerpunkt in diesem Heft: "Stadt im Konflikt – Urbane Gewalträume"

Artikel zu den verschiedenen Aspekten von Krieg, Konflikt und Gewalt im städtischen Umfeld stehen im Mittelpunkt der Mai-Aushabe von Wissenschaft & Frieden. Es geht um den Zusammenhang von Stadt, Land und Krieg, um künstliche Städte als Übungsräume für aktuelle und künftige Kriege, architektonisch-psychologische Überlegungen zu Stadt und Gewalt; um städtische Widerstandsformen sowie Flucht und Rassismus im Kontext der Stadt.

Es schreiben:
Jürgen Scheffran: Stadt – Land – Krieg / Unsicherheit in urbanen Gewalträumen

Andrea Kretschmann: Krieg und artifizieller Städtebau

Jürgen Oßenbrügge: Formen urbaner Gewalt
Nicole Conrad und Klaus Harnack: Stadt und Frieden - Eine architektonisch-umweltpsychologische Betrachtung
Bettina Engels: Spontan und gewaltsam? - Riots als städtische Protestform
Sascha Radl: Soziale Konflikte in Ägypten - Schnittstellen zwischen Land und Stadt
Markus Bayer und Janet Kursawe: Gewaltfreier Widerstand und urbaner Raum
Alfred Marder: Städte als Friedensbotschafter
René Kreichauf: Flucht, Stadt und Rassismus - Geflüchtete in europäischen Städten

Schwerpunkt in diesem Heft:  "Friedensverhandlungen"

Im 19. und noch bis ins späte 20. Jahrhundert endeten bewaffnete Auseinander-setzungen überwiegend mit dem Sieg einer Seite, nur 15 - 20 % durch Friedens-verhandlungen. Das hat sich stark verändert. Bei den zwischen-staatlichen Kriegen setzen die Interventionisten zwar nach wie vor auf Sieg.Siege, die in der Regel chaotische Verhältnisses hinterlassen, siehe Irak, Libyen und Afghanistan. Mehr als 50 % aller Bürgerkriege, die häufigste Form gewaltsamer Konflikte, konnten dagegen am Verhandlungstisch beendet werden, allerdings auch nicht immer mit dauerhaften Erfolg. Die AutorInnen in W&F 3-2015 untersuchen diverse Aspekte von Friedensverhandlungen: Den generellen Trend, Voraussetzungen und Akteure, die Tauglichkeit der OSZE als Schlichterin sowie einige konkrete Fälle in Kolumbien, Mindanao, der DR Kongo und Afghanistan.

Außerhalb des Schwerpunktes geht es um das Iran-Abkommen, die Rüstungspolitik im Ersten Weltkrieg, Frauen in Krieg und Frieden, die Beteiligung Deutchlands am Drohnenkrieg, die Militärpolitik Österreichs und die Terminologie für gewaltfreies Handeln.

Das Dossier 79 befasst sich mit »Kriegführung im Cyberspace«. Während die Medien aufmerksam die ungebremste Ausspähung in den digitalen Netzen verfolgten, wurde der virtuelle Raum weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit zu einem Operationsraum der Militärs. Militärische Szenarien beziehen Cyberoperationen als entscheidende Elemente der Kriegführung ein – für Spionageaktionen bis hin zum Einsatz von Cyberwaffen.

Sammelband zur Antikriegskonferenz 2014 in Berlin

Herausgeber Rudolph Bauer

Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik steht vor immensen Herausforderungen. Militärisches Denken erobert Kinderzimmer und Schulen, Universitäten, Forschungs-einrichtungen und Redaktionen. Es bestimmt das wilde Sammeln von Daten und die Angstdiskurse über „Innere Sicherheit“. Die kriegerische Mobilmachung Europas beginnt innerhalb der Mitgliedsstaaten, wenn jugendliche Massen arbeitslos sind, und nach Außen hin bei der Abschottung gegen Flüchtlinge und Opfer der Gewalt. Sie stützt sich geopolitisch auf das transatlantische „Bündnis“ mit den USA, auf ferngesteuerte Drohnen, neue Waffen- und Überwachungssysteme, auf Destabilisierung, Sanktionen und den so genannten Freihandel.

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