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UN-Einsatz in Mali (MINUSMA)

Die Bundeswehr beteiligt sich ein weiteres Jahr an der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen im westafrikanischen Mali (Minusma) und weitet ihren Einsatz dort erheblich aus.

Für einen entsprechenden Antrag (18/7206, 18/7366) der Bundesregierung votierten am Donnerstag, 28. Januar 2016, in namentlicher Abstimmung 503 Abgeordnete. 66 stimmten dagegen, sechs Abgeordnete enthielten sich. Künftig sollen bis zu 650 Soldaten im Einsatz sein, bislang waren es maximal 150. Sie sollen die Vereinbarungen zur Waffenruhe und die Umsetzung des Friedensabkommens unterstützen und die Sicherheit und Stabilisierung des Landes sowie den Schutz von Zivilpersonen gewährleisten.

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw04-de-bundeswehr-mali/402708

Bernard Schmid 28.12.2015 in telepolis - Muslimische Kleriker warnen lautstark vor einer "Kolonisierung Malis in Form der Präsenz ausländischer Truppen"

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46969/

T. Wiegold auf "Augen geradeaus" vom  06. Januar 2016 zum Mali-Einsatz im Rahmen von MINUSMA

Formal ist es kein neuer Einsatz, sondern die Fortsetzung und Erweiterung der deutschen Beteiligung an den UN-Truppen in Mali. Doch faktisch hat das Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch eine neue Mission im gefährlichen Norden des westafrikanischen Landes auf den Weg gebracht:

Deutscher Bundestag Drucksache 18/7206: Antrag der Bundesregierung vom 06.01.2016 zu MINUSMA in Mali

antrag bundesreg zu MINUSMA - bt-drs. 18-7206

Am 18.6.2015 verlängerte der Bundestag das Mandat der Bundeswehr für die UN-MINUSMA-Operation in Mali um ein weiteres Jahr bis 30.06.2016

Mit 529 Ja-Stimmen bei 65 Gegenstimmen und vier Enthaltungen hat der Bundestag am 19. Juni den Antrag der Bundesregierung (18/5053) auf Empfehlung des Auswärtigen Ausschusses (18/5250) angenommen, die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der „Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali“ (Minusma) um ein Jahr bis Ende Juni 2016 zu verlängern. Bis zu 150 Soldatinnen und Soldaten können in dem westafrikanischen Land eingesetzt werden. Deutschland ist mit Personal in den Führungsstäben der Mission und Verbindungsoffizieren, mit taktischen Lufttransporten auf Abruf und mit Betankungen in der Luft für französische Streitkräfte an der Mission beteiligt.

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