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Drohnen und gezielte Tötungen

Von Thomas Wagner in junge Welt vom 22.11.17

Nach wie vor gibt es kein Verbot von intelligenten Mordmaschinen. Entsprechende Beratungen der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche blieben vorerst ergebnislos. Von Montag bis Freitag hatten in Genf Regierungsvertreter aus 100 Staaten über die Ächtung autonomer Waffensysteme debattiert. Am Ende einigten sie sich nur darauf, im nächsten Jahr weiter verhandeln zu wollen.

https://www.jungewelt.de/artikel/322202.wer-stoppt-die-killerroboter.html

 

aus german foreign policy - newsletter vom 23.10.2017

Das Kommando Heer treibt die Debatte über den Einsatz unbemannter, zum Teil autonom operierender Waffensysteme mit einem neuen Thesenpapier voran. Das Papier.... soll den "Auftakt für das zu erstellende 'Operationskonzept für Landstreitkräfte'" bilden und nicht zuletzt im Bundestag um Zustimmung zu kostspieligen Aufrüstungsvorhaben werben. Dazu stellt es mögliche Szenarien künftiger Landkriege dar, die am Beispiel etwaiger Kämpfe russischer Truppen gegen NATO-Einheiten im Baltikum beschrieben werden.

Eine bedeutende Rolle spielen in den Kriegsszenarien des Deutschen Heeres Drohnenschwärme. Deren vielfältiger militärischer Nutzen wird seit geraumer Zeit systematisch erforscht und erprobt.

In der Ukraine hat der staatliche Rüstungskonzern Ukroboronprom ein großes unbemanntes und multifunktionales Kampffahrzeug mit dem Namen "Phantom" entwickelt          telepolis vom14.10.17

Die neueste Version "Phantom 2" wurde gerade auf der Waffenmesse AUSA (Association of the US Army) in Washington vorgestellt. Nächstes Jahr, so wird gemunkelt, könnten die Bodenkampfroboter bereits in den Kampf im Donbass ziehen und damit erstmals nach dem schon lange anhaltenden Drohnenkrieg einen Bodenroboterkrieg beginnen.

Das gepanzerte unbemannte Bodenfahrzeug (UGV) mit 8x8 Rädern kann mit verschiedenen Waffen ausgerüstet werden und wird bis zu einer Distanz von 20 km über Funk oder über ein 5 km langes Glasfiberkabel gesteuert. Die Reichweite beträgt 120 km, die Höchstgeschwindigkeit fast 60 km/h. Grundausstattung scheinen ein Maschinengewehr, ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem MLRS RS-80 und zwei Abschussrohre für Panzerabwehrraketen zu sein. Gedacht ist das taktische UGV offenbar für den Einsatz in Städten, um Kampf- oder Aufklärungsmissionen durchzuführen, Munition zu transportieren oder Verletzte aus dem Schlachtfeld zu holen.

https://www.heise.de/tp/features/Wird-der-ukrainische-Bodenkampfroboter-naechstes-Jahr-im-Donbass-eingesetzt-3861806.html

Jürg Müller-Muralt  /  23. Sep 2017 | in: info-sperber

«Chirurgisch präzis» war der Drohnenkrieg in Afghanistan noch nie. Im Gegenteil: Er fordert immer mehr zivile Opfer.

https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Die-anonymen-Opfer-des-Drohnenkriegs

US-Präsident Trump will einer NBC-Recherche zufolge eine weitere Entscheidung seines Amtsvorgängers aufheben und der CIA wieder größere Autonomie bei der Planung und Durchführung von Drohnenangriffen in vielen Ländern einräumen

"The White House also is drafting a new written policy on counterterrorist operations outside of war zones that would supercede the so-called drone playbook that the Obama administration had hoped would govern the decisions of future presidents, several officials said. The drone playbook, known as the Presidential Policy Guidance, or PPG, includes a provision that no strike should go forward unless analysts determine that there is a near-certainty that no civilians will be harmed. And it includes a provision forbidding the addition of new detainees to the U.S. prison in Guantanamo Bay, Cuba. The Trump administration is contemplating removing both of those restrictions, officials involved in the planning told NBC News. These developments concern human rights activists, who argue that the CIA is less accountable than the military."

continue reading

https://www.nbcnews.com/news/military/trump-admin-wants-increase-cia-drone-strikes-n802311

Die Zahl der durch Luftschläge getöteten Zivilisten soll ansteigen, US-Armee hat eine neue Taktik zum Einsatz von Kampfdrohnen im Stadtkampf entwickelt

23. August 2017 Florian Rötzer bei telepolis

 

https://www.heise.de/tp/features/Drohnenkrieg-in-Raqqa-3810541.html

Ann Wright, die früher Oberst in der U.S. Army und im diplomatischen Dienst der USA tätig war und heute Friedensaktivistin ist, weist auf den Zusammenhang zwischen den US-Killerdrohnen und der Militarisierung der US-Außenpolitik hin.

In den Augen vieler Menschen auf der ganzen Welt wird die US-Außenpolitik nicht mehr von Diplomaten, sondern vor allem von Militärs gemacht – und das Drohnenprogramm ist der beste Beweis dafür...

mehr in Luftpost 123/17 :  LP 123/17 – 26.07.17

Lisa Ling, US Air Force whistleblower who exposed secrets of the American drone program in the documentary „National Bird“, has been discussing why she decided to blow the whistle, what interests are behind the use of drones, and the outlook given the lack of accountability by the US government

more: <http://www.telesurtv.net/english/opinion/US-Drone-Program-Whistleblower-Explains-Why-She-Spoke-Out-20170722-0015.html>

Erklärung der Kooperation für den Frieden vom 19.06.2017

Die Kooperation für den Frieden, ein Dachverband der Friedensbewegung aus mehr als 50 friedenspolitische Organisationen und Initiativen, lehnt die Anschaffung von waffenfähigen Drohnen für die Bundeswehr entschieden ab. Sie fordert stattdessen von der Bundesregierung, sich mit aller Kraft für eine völkerrechtlich verbindliche Ächtung dieser Waffensysteme einzusetzen.

Die US-Basis im deutschen Ramstein ist ein Zentrum des Drohnenkriegs, dem viele Menschen zum Opfer fallen. Nach unzähligen Ausflüchten haben die USA und die BRD das nun eingestanden

Der NSA-Ausschuss hatte sich zuvor lange um Antworten bemüht.

heise online 19.03.2017 08:00 Uhr Stefan Krempl

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Geheimakte-BND-NSA-Hilfe-fuer-den-US-Drohnenkrieg-3653024.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom

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