
Rundbrief Nr.1 von August 2012
Liebe Kolleginnen und Kollegen, mit unseren Erklärungen zur Reaktorkatastrophe von Fukushima und dem Krieg in Libyen haben wir uns in die aktuellen Diskussionen eingemischt. Unsere Forderung nach einer Revision der Ziele der IAEO soll eine überfällige Debatte anstoßen: Können wir es weiterhin dulden, dass die Hauptaufgabe der IAEO darin besteht, weltweit den Bau neuer Atomkraftwerke zu unterstützen und ihre Kontrollmöglichkeiten bezüglich der Produktion waffenfähigen Materials völlig unterbelichtet sind? Wir sind gespannt auf Reaktionen und Beiträge.
In dem von uns miterarbeiteten „Aufruf aus der Zivilgesellschaft“ heißt es dazu:
„Auf der Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages im Mai 2010 in New York müssen Maßnahmen zur atomaren Abrüstung festgelegt werden. Die bereits von der NPT-Konferenz im Jahr 2000 - vor der Bush-Ära - beschlossenen praktischen Schritte zur nuklearen Abrüstung, auch der Vertrag über ein umfassen- des Atomtestverbot, müssen endlich verwirklicht werden. Sonst verliert der NPT-Vertrag seinen Sinn. Wenn die NPT-Konferenz scheitert, wäre der Weg offen für ein ungehemmtes atomares Wettrüsten mit immer mehr Atomwaffenstaaten. Die einzige Alternative heißt: eine Welt ohne Atomwaffen.“