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neue Veröffentlichungen

 


 

Unter dieser Kategorie finden Sie neue Texte und Arbeiten zu unseren Arbeitsfeldern. Beiträge speziell  der IALANA und ihrer Mitglieder finden Sie  hier.  (Ältere Arbeiten finden Sie unter "Veröffentlichungen" bzw. im Archiv.

 


 

Dieter Deiseroth: Whistleblowing als rechtfertigende Notwehrhilfe zur Verteidigung von Menschenrechten,
in: Plöse, Michael/Fritsche, Thomas/Kuhn, Michael/Lüders, Sven (Hrsg.), »Worüber reden wir eigentlich?«, Festgabe für Rosemarie Will, Berlin (Humanistische Union) 2016, S. 640 ff.

d.deiseroth, whistleblowing als notwehrhilfe

Dieter Deiseroth, Hartmut Graßl (Hrsg.) Whistleblower-Enthüllungen: US-Airbase Ramsteinin und globaler Drohnenkrieg |  Herbizid Roundup/Glysophat als Gefahrenquelle | NS-Belastete im Kernforschungszentrum Karlsruhe

Prof. Gilles-Eric Séralini (Universität Caen) widmet sich in seiner Forschung der aktuell in der EU höchst umstrittenen Frage, ob der Einsatz des Herbizids Glyphosat („Roundup“) im Verbund mit gentechnisch veränderten Pflanzen gravierende Risiken begründen kann. Seine 2012 in einer angesehenen Fachzeitschrift publizierte Langzeitstudie, in der er auf mögliche toxische Gefahren für Leben und Gesundheit aufmerksam machte, löste heftige Attacken gegen ihn aus. Die Herausgeber der Zeitschrift widerriefen die Publikationszusage und entzogen die Studie damit dem weiteren wissenschaftlichen Diskurs. Prof. Séralini, unterstützt von vielen Fachkollegen, wehrte sich und ließ sich aus berufsethischer Verantwortung nicht „mundtot“ machen. Spätestens von diesem Zeitpunkt an wurde sein unbeirrtes Insistieren auf der Notwendigkeit eines offenen und fairen Diskurses über Glyphosat und gentechnisch veränderten Mais zum Whistleblowing. Dafür erhielt er im Oktober 2015 in Karlsruhe den Whistleblower-Preis 2015.

Die US-amerikanische Air Base in Ramstein (Rheinland-Pfalz) ist von zentraler Bedeutung für den von den US-Streitkräften geführten globalen Drohnenkrieg. Öffentlich aufgedeckt hat dies der frühere US-Drohnenpilot Brandon Bryant. Er wurde dafür ebenfalls mit dem Whistleblower-Preis 2015 ausgezeichnet. Die US-Drohnenkriegsführung richtet sich nicht nur gegen kämpfende Aktivisten von Kriegsparteien, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung. Das verletzt humanitäres Völkerrecht („Genfer Konventionen“). Die Zahl der unschuldigen zivilen Opfer ist zwischenzeitlich um ein Vielfaches höher als die der getöteten Kombattanten. Die deutsche  Bundesregierung ist mitverantwortlich dafür, dass Deutschland durch die Ramstein Air Base in den globalen US-Drohnenkrieg einbezogen wird. Das ist mit dem Grundgesetz unvereinbar, das der Regierung verbietet, völkerrechtswidrige Handlungen oder Zustände auf oder über deutschem Hoheitsgebiet zu dulden oder gar zu unterstützen.

Erstmals wurde 2015 auch ein Posthum-Whistleblower-Ehrenpreis verliehen – an den bereits 2004 verstorbenen Physiker Dr. Léon Gruenbaum. Er war von 1970 bis 1973 am Kernforschungszentrum (KfK) in Karlsruhe beschäftigt. In enger Kooperation mit Beate und Serge Klarsfeld hat er „braune NS-Flecken“ auf der „Weste“ des KfK publik gemacht. Außerdem trug er dazu bei, die Rolle des KfK bei der Entwicklung und dem Export von Atomwaffentechnologien zu enthüllen.

flyer des Verlags (pdf)  mit Bestellformular   und  Überblick über die früheren Veröffentlichungen zum Whistleblowerpreis (pdf)

 

Schwerpunkt in diesem Heft: "Stadt im Konflikt – Urbane Gewalträume"

Artikel zu den verschiedenen Aspekten von Krieg, Konflikt und Gewalt im städtischen Umfeld stehen im Mittelpunkt der Mai-Aushabe von Wissenschaft & Frieden. Es geht um den Zusammenhang von Stadt, Land und Krieg, um künstliche Städte als Übungsräume für aktuelle und künftige Kriege, architektonisch-psychologische Überlegungen zu Stadt und Gewalt; um städtische Widerstandsformen sowie Flucht und Rassismus im Kontext der Stadt.

Es schreiben:
Jürgen Scheffran: Stadt – Land – Krieg / Unsicherheit in urbanen Gewalträumen

Andrea Kretschmann: Krieg und artifizieller Städtebau

Jürgen Oßenbrügge: Formen urbaner Gewalt
Nicole Conrad und Klaus Harnack: Stadt und Frieden - Eine architektonisch-umweltpsychologische Betrachtung
Bettina Engels: Spontan und gewaltsam? - Riots als städtische Protestform
Sascha Radl: Soziale Konflikte in Ägypten - Schnittstellen zwischen Land und Stadt
Markus Bayer und Janet Kursawe: Gewaltfreier Widerstand und urbaner Raum
Alfred Marder: Städte als Friedensbotschafter
René Kreichauf: Flucht, Stadt und Rassismus - Geflüchtete in europäischen Städten

Schwerpunkt in diesem Heft:  "Friedensverhandlungen"

Im 19. und noch bis ins späte 20. Jahrhundert endeten bewaffnete Auseinander-setzungen überwiegend mit dem Sieg einer Seite, nur 15 - 20 % durch Friedens-verhandlungen. Das hat sich stark verändert. Bei den zwischen-staatlichen Kriegen setzen die Interventionisten zwar nach wie vor auf Sieg.Siege, die in der Regel chaotische Verhältnisses hinterlassen, siehe Irak, Libyen und Afghanistan. Mehr als 50 % aller Bürgerkriege, die häufigste Form gewaltsamer Konflikte, konnten dagegen am Verhandlungstisch beendet werden, allerdings auch nicht immer mit dauerhaften Erfolg. Die AutorInnen in W&F 3-2015 untersuchen diverse Aspekte von Friedensverhandlungen: Den generellen Trend, Voraussetzungen und Akteure, die Tauglichkeit der OSZE als Schlichterin sowie einige konkrete Fälle in Kolumbien, Mindanao, der DR Kongo und Afghanistan.

Außerhalb des Schwerpunktes geht es um das Iran-Abkommen, die Rüstungspolitik im Ersten Weltkrieg, Frauen in Krieg und Frieden, die Beteiligung Deutchlands am Drohnenkrieg, die Militärpolitik Österreichs und die Terminologie für gewaltfreies Handeln.

Das Dossier 79 befasst sich mit »Kriegführung im Cyberspace«. Während die Medien aufmerksam die ungebremste Ausspähung in den digitalen Netzen verfolgten, wurde der virtuelle Raum weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit zu einem Operationsraum der Militärs. Militärische Szenarien beziehen Cyberoperationen als entscheidende Elemente der Kriegführung ein – für Spionageaktionen bis hin zum Einsatz von Cyberwaffen.

Sammelband zur Antikriegskonferenz 2014 in Berlin

Herausgeber Rudolph Bauer

Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik steht vor immensen Herausforderungen. Militärisches Denken erobert Kinderzimmer und Schulen, Universitäten, Forschungs-einrichtungen und Redaktionen. Es bestimmt das wilde Sammeln von Daten und die Angstdiskurse über „Innere Sicherheit“. Die kriegerische Mobilmachung Europas beginnt innerhalb der Mitgliedsstaaten, wenn jugendliche Massen arbeitslos sind, und nach Außen hin bei der Abschottung gegen Flüchtlinge und Opfer der Gewalt. Sie stützt sich geopolitisch auf das transatlantische „Bündnis“ mit den USA, auf ferngesteuerte Drohnen, neue Waffen- und Überwachungssysteme, auf Destabilisierung, Sanktionen und den so genannten Freihandel.

Schwerpunkt in diesem Heft: "Technikfolgen"

Technik begleitet in unserer hoch entwickelten Welt das Leben in fast jeder erdenklichen Hinsicht, vom Laubbläser (statt eines Besens) bis hin zur High-tech-Kriegsmaschinerie. Technik beeinflusst,wie Menschen handeln und interagieren, und ist in vielfältiger Weise in Konflikte involviert, sei es als Konfliktgegenstand, aufgrund ihrer (oft unerwünschten oder nicht vorhergesehenen) Folgen oder als Waffe.

Technik bzw. ihr Einsatz ist kaum zu trennen von unserem Wirtschaftssystem und der industriellen »Mega-Maschine«, die dieses hervorgebracht hat. Die Artikel in W&F werfen Schlaglichter auf unterschiedliche Aspekte von Technik – von ihrer kleinsten Ausprägung, der Nanotechnik, bis zum weltumspannenden Cyberspace, und von der Militanz kapitalistisch geformter Technik bis zu Überlegungen zu deren Rückbau in Richtung angepasster Technologien.

Zum Schwerpunktthema schreiben in W&F 2-2015:

Jürgen Scheffran: Technikkonflikte in der vernetzten Welt,Wolfgang Neef: Die Mega-Maschine - Zur strukturellen Militanz kapitalistisch geformter Technik, Regina Hagen: Dual-use als Strategie - Europa, der Weltraum und die Sicherheit,Roland Reimers: Drohnen - Eine unaufhaltsame Entwicklung?, Kathryn Nixdorff und Jürgen Altmann: Krieg im Kleinen? - Die Verschmelzung von Bio- und Nanotechnik, Daniel Leisegang: Der cyber-militärische Komplex - Die dunkle Seite des Silicon Valley, Thomas Reinhold: Militarisierung des Cyberspace - Friedens- und sicherheitspolitische Fragen, Daniel Hiß: Fracking - Keine Technik die begeistert, Niko Paech und Björn Paech: Wachstum, Fortschritt, Frieden.

Und außerhalb des Schwerpunktes: Robert Lindner: Syrien nicht im Stich lassen!,

Neue Herausforderungen der Friedensbewegung - Sammelband der Redebeiträge  auf der Antikriegskonferenz 2014 in Berlin 

erschienen im April 2015  im Sonnenberg Verlag 

ISBN: 978-3-933 264-77-0

 

 

 

verlagsankündigung kriege im 21. jhdt

 

 

 

 

W&F schaut im Schwerpunkt dieser Ausgabe genauer auf einige Länder Afrikas und auf die Rolle Deutschlands.

 

Außerhalb des Schwerpunktes informieren Artikel über die Einschränkung des Informationsrechts des Bundestages aufgrund eines Urteils des Bundesver-fassungsgerichtes, die 100-jährige Geschichte der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit und die Funktionsweise der deutschen (und US-) Medien im Ukrainekonflikt. Dazu das Dossier »Rechter Terror in Deutschland« .

Wissenschaft & Frieden, 1-2015, Afrika, € 7,50 plus Porto.

W&F ist die führende Vierteljahreszeitschrift für Friedensforschung, Friedensbewegung und Friedenspolitik und wird u.a. von der IALANA mitherausgegeben.

Sie erscheint vierteljährlich. Jahresabo 30€, ermäßigt 20€, Ausland 35€, ermäßigt 25€, Förderabo 60€. W&F erscheint auch in digitaler Form – als PDF und ePub. Das Abo kostet für Bezieher der Printausgabe zusätzlich 5€ jährlich – als elektronisches Abo ohne Printausgabe 20€ jährlich.

Bezug: W&F, Beringstr. 14, 53115 Bonn, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.wissenschaft-und-frieden.de

 

 

 

 

Wolfgang Nešković (Hg.), Der CIA-Folterreport. Der offizielle Bericht des US-Senats zum Internierungs- und Verhörprogramm der CIA.

Westend Verlag, Frankfurt am Main 2015, 640 Seiten, 18 Euro

Hier eine Leseprobe

Neun Thesen zum rechtspolitischen Handlungsbedarf

aus:  telepolis    vom 21.12.2014

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43485/1.html

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