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Libyen

Nach 3 Jahren Bürgerkrieg lässt sich nur ein Gewinner ausmachen: die verschiedensten islamistischen Bewegungen, darunter auch der IS, kontrollieren inzwischen große Teile des Landes.

Malte Daniljuk blickt in telepolis vom 21.12.2014 zurück auf Libyen im letzten Jahr der Gaddafi-Herrschaft

http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/43/43600/1.html

Der Westen muss die Verantwortung dafür übernehmen. Wer hätte Oberst Gaddafis Sturz verhindern können? Aber was seither geschah, ist eine Schande für die westlichen Interventionisten.

Von Owen Jones, in "The Guardian" vom 24.03.14, zitiert nach  LUFTPOST 062/14 -02.04.14

LP 062/14 - 02.04.14

Rebellen wollen Öl exportieren. Regierung droht mit Tankerversenkung.

Kurt Mellenthin in "junge Welt" vom 10.03.2014

Während in Libyen die Auflösung des Staatsverbands voranschreitet, spitzt sich der Streit um die Erdölvorkommen, den einzigen Reichtum des Landes, zu. Am Sonnabend haben Milizen, die einen Großteil des libyschen Ostens kontrollieren, in Sidra zum ersten Mal einen ausländischen Tanker beladen, um Öl auf eigene Rechnung zu exportieren.

IMI-Studie 2012/04  von: Jürgen Wagner | Veröffentlicht am: 15. Februar 2012

Der folgende Artikel ist ein Vorabdruck, der in folgendem in Kürze erscheinenden Buch veröffentlicht wird: Johannes M. Becker, Gert Sommer (Hg.): Der Libyen-Krieg. Das Öl und die “Verantwortung zu schützen” Reihe: Schriftenreihe zur Konfliktforschung Bd. 26, 240 S., 24.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-11531-7

 

Unter Berufung auf die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates begann eine Koalition, angeführt von Frankreich, Großbritannien und den USA, am 19. März 2011 die „Operation Odyssey Dawn“ und damit die Bombardierung Libyens. Bar jeder rechtlichen – ganz zu schweigen von einer moralischen – Grundlage interpretierten dabei die kriegführenden Mächte die Sicherheitsratsresolution zu einer Lizenz zum Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi um (siehe den Beitrag von Norman Paech). Am 31. März ging die Kriegführung von der ad-hoc-Koalition auf die „Operation Unified Protector“ (OUP) der NATO über.[1] Es folgten bis zur Beendigung der Intervention sieben Monate später 26.500 Lufteinsätze, bei 9.700 davon erfolgten Bombardierungen.

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