alt

Israel-Palästina

 Zur Verstaatlichung von Land in der Nähe von Jericho durch Israel erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (21.01.) in Berlin:

Die Bundesregierung bedauert  den Beschluss der israelischen Regierung, hunderte Hektar Land in der Nähe von Jericho in den Palästinensischen Gebieten zu Staatsland zu erklären. Dies stellt die größte derartige Maßnahme seit eineinhalb Jahren dar. Es ist zu befürchten, dass mit diesem Schritt die Voraussetzung für die Ausweitung von Siedlungen gelegt wird. Dies steht im Widerspruch zum Geist der Zwei-Staaten-Lösung und zu dem erklärten Bekenntnis des israelischen Premierministers dazu.

Der Standpunkt der Bundesregierung ist hinlänglich bekannt: Der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten verstößt gegen Völkerrecht. Siedlungen behindern den Fortgang des Friedensprozesses zusätzlich und gefährden die Grundlagen der Zwei-Staaten-Lösung.

Die EU-Außenminister haben beim Rat am Montag den wahllosen Terror gegen Zivilisten der letzten Monate einhellig verurteilt und die politischen Verantwortungsträger auf beiden Seiten aufgerufen, mit gemeinsamen Schritten auf eine Beruhigung und einen Abbau der Spannungen hinzuwirken.

Der Bericht vom 1.12.2015  - verabschiedet mit 156 Ja-Stimmen (darunter alle EU-Staaten incl. BRD)  bei 9 Enthaltungen und 7 Gegenstimmen -  fordert:  Ständige Souveränität des palästinensischen Volkes in dem besetzten palästinensischen Gebiet, einschließlich Ostjerusalem, und der arabischen Bevölkerung in dem besetzten syrischen Golan über ihre natürlichen Ressourcen

auszug aus dem bericht vom 1.12.2015 an die un-vollversammlung (dt. Übers.)

bericht in engl. sprache

Avnery setzt sich auseinander mit der neuen Praxis der israelischen Armee, jeden palästinensischen Angreifer zu töten

Inzwischen hat jeder Israeli den Fernseh-Clip einige Male gesehen: Ein vierzehnjähriges arabisches Mädchen wird in der Nähe des Großmarktes im jüdischen Jerusalem erschossen.

Die Geschichte kennt jeder: Zwei Schwestern, eine 14 die andere 16 Jahre alt, haben beschlossen, Israelis anzugreifen. Der Clip, der von einer Überwachungskamera aufgenommen wurde, zeigt eine von ihnen. Sie ist in ein traditionelles arabisches Gewand gekleidet, springt auf dem Bürgersteig herum und fuchtelt mit einer Schere.

Das Ganze sieht fast wie ein Tanz aus. Sie springt ziellos herum, schwingt die Schere und bedroht niemanden im Besonderen. Dann zielt ein Soldat mit einer Pistole auf sie und schießt auf sie. Er läuft zu dem Mädchen und tötet es, als es wehrlos am Boden liegt. Das andere Mädchen wird schwer verletzt..... (weiter)

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009555.html

 

 

Dr. Sabine Farrouh (IPPNW)  gab am 30.6.2015 unter dem Titel  "Heute vor dem UN-Sicherheitsrat: Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg" folgende Presseerklärung ab:

„Das Ausmaß der Zerstörung und des menschlichen Leidens in Gaza war ohne Beispiel und wird künftige Generationen beeinträchtigen", sagte Mary McGowan Davis, die Vorsitzende der UN-Kommission zum Gaza-Krieg. Laut dem am vergangenen Montag veröffentlichten Bericht der Untersuchungskommission haben Israel und Hamas im Gaza-Krieg von 2014 zahlreiche Kriegsverbrechen begangen.

Nachdem Arafat in Algier am 15.11.1988 den Staat Palästina ausgerufen hatte, haben bisher 135 Staaten der UN Palästina staatlich anerkannt. 

Die Parlamente von Spanien, UK, Frankreich, Irland und Portugal haben das ihren Regierungen empfohlen; ihre Regierungen  sind dem aber bisher nicht gefolgt.  Schweden hat jüngst Palästina staatlich anerkennt, worauf Israel seinen Botschafter abberufen hat.  Das EU-Parlament hat die Anerkennung nur im Zusammenhang eines fortschreitenden Verhandlungsprozesses mit Israel empfohlen.

"Es gibt keine Alternative zur Teilung des Landes" meint am 1.3.2015 im Journal der IPG - Internationale Politik und Gesellschaft  -  der Vorstandsvorsitzende von "Peace Now", einer israelischen NGO, die sich für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzt.

http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/das-ende-der-zweistaatenloesung-und-die-niederlage-des-zionismus-799/?cHash=889608b59c5646c79883e4e899bfa9ed&type=98

Aus erster Hand zu den Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht im Gaza-Krieg 2014

http://www.medico.de/presse/pressemitteilungen/bericht-no-safe-place-zu-gaza-krieg-2014/4750/

Moshe Zuckermann über Israel, die Araber und die Religion

Interview: Reinhard Jellen 25.01.2015 in „telepolis“

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43841/1.html

Rechtliche Schranken für die Verfolgung israelischer Kriegsverbrechen bleiben

Zunächst muss die Chefanklägerin beim ICC die von der Autonomieregierung eingereichten Dokumente zur Ratifizierung des Rom-Statuts auf ihre Gültigkeit prüfen. Dabei wird erneut die Frage nach dem staatlichen Status Palästinas aufgeworfen.

Dez 2014: Im UN-Sicherheitsrat findet eine von Jordanien u.a. eingebrachte Resolution zu neuen Verhandlungen über eine Nahost-Lösung keine qualifizierte Mehrheit von 9 Stimmen.

Res.-Entwurf zur Nahost-Regelung S-2014-916

(Der Resolutionsentwurf erhielt 8 Ja-Stimmen bei 2 Gegenstimmen (Australien und Vereinigte Staaten von Amerika) und 5 Enthaltungen (Litauen, Nigeria, Republik Korea, Ruanda und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) und wurde nicht verabschiedet, da er nicht die erforderliche Stimmenzahl erhielt)

Newsletter

Durch das Abonnement des Newsletters akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen.
Zum Seitenanfang