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Friedensbewegung 2018

Ein Jahr, nachdem ein großer Teil der Staaten bei den Vereinten Nationen für einen Atomwaffenverbotsvertrag gestimmt hat, setzen die "Mayors for Peace – die Bürgermeister für den Frieden" – bei ihrem weltweiten Flaggentag erneut Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen

Die Organisation "Mayors for Peace" wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versucht die Organisation Mayors for Peace durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Inzwischen gehören dem Netzwerk über 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland sind über 550 Orte dem Bündnis beigetreten. 

Die Flaggen der Mayors for Peace werden jedes Jahr am 8. Juli als Erinnerung an die völkerrechtliche Verpflichtung zur vollständigen Abrüstung aller Atomwaffen auf den Rathäusern gehisst. Am 8. Juli jährt sich das vom Internationalen Gerichtshof 1996 veröffentlichte Urteil: Die Androhung und der Einsatz von Nuklearwaffen sind völkerrechtswidrig. Die Atomwaffenstaaten sind verpflichtet, ihre Atomwaffen auf Null abzurüsten. 

Die Städte reagieren höchst unterschiedlich. Manche haben sehr enge, selbst gegebene Vorschriften, ob überhaupt eine andere Flagge als die Stadtflagge gehisst werden darf.

Bremens Bürgermeister Sieling sieht sich offensichtlich gehindert. "Bremen ist nicht nur Kommune, sondern auch Landeshauptstadt. Es ist so, dass die (öffentliche - die Verfasser) Beflaggung aus protokollarischer Sicht nicht geht, weil das Rathaus Sitz der Landesregierung ist und nicht ausschließlich kommunales Rathaus", äußerte sich die Pressestelle des Senats. 

Deshalb: Wenn das Rathaus keine Flagge der Mayors for Peace zeigt, dann müssen die Herolde ran. Aktive Menschen aus der Bremer Friedensbewegung (IPPNW, IALANA, Bremer Friedensforum u.a.) haben am 8.7.18 eine Fahne der "Mayors for Peace" auf den Speeren der gepanzerten Ritter zu Pferd am Ostportal des Alten Bremer Rathauses gehisst.  Ihr Motto: „Herolde des Friedens fordern: Atomwaffen stoppen!“


In Köln sprach Bernd Hahnfeld vom Vorstand der IALANA  Deutschland bei einer Kundgebung zum Flaggentag

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Military Spending must be decreased everywhere. Global arms expenditure ist higher than at any time since WWII and consumes 35 times the total cost of the entire UN System

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Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden: Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Frieden tun?

Aktuelle Aufrüstungst+endenzen, Krisen und Gewaltkonflikte gefährden die Voraussetzungen für eine sichere, friedliche und nachhaltige Welt.

Hohe Rüstungsausgaben, zunehmender Waffenhandel und der Vormarsch neuer Militärtechnologien heizen die Konfliktherde in verschiedenen Regionen der Erde an.

Für die Wissenschaft stellt sich unter dem Eindruck unzureichender Reformen an den Universitäten, dem Fehlen öffentlicher Gelder und der zunehmenden Drittmittelabhängigkeit von Forschung und Lehre die Frage nach ihrer Verantwortung:

  • Welche Rolle spielt Wissenschaft bei dieser weltweiten Militarisierung?
  • Was kann Wissenschaft zur Friedenssicherung und Friedensgestaltung beitragen?
  • Welche Verantwortung tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und was kann jede(r) Einzelne zum Frieden beitragen?

Frieden zwischen den Völkern und Schutz für die Umwelt!

Mit einem Aufruf an alle Regierungen, Parlamentarier und EU-Abgeordnete in der Ostseeregion und an alle Umwelt- und Friedensinstitutionen in der Ostseeregion geben am 2.5.2018 ca. 100 prominente Personen aus dem Ostseeraum den Startschuss für eine europäische grenzüberschreitende Aktion.

Hier der Aufruf mit den Erstunterzeichnern als pdf

Verleihung der renommierten Auszeichnung erfolgt am 10. März in der Aula der Göttinger Universität. Parallel wird Konstantin Wecker geehrt

 

von Manfred Hitzeroth in Oberhessische Presse vom 2.3.2018

http://www.op-marburg.de/Marburg/Zeitschrift-Wissenschaft-und-Frieden-erhaelt-Friedenspreis

Sondierungsvertrag und Abrüstung | Gedanken aus friedensbewegter Sicht

15.1.18

Frieden, Völkerrecht und Völkerverständigung, die sich an der Entspannungspolitik von Willy Brandt orientiert, sind nicht mehr Leitgedanken deutscher Politik.

Wesentliche Punkte einer Friedenspolitik fehlen:

- Entspannung oder Politik gemeinsamer Sicherheit

- Friedliche und freundschaftliche Beziehungen zu Russland

- Abrüstung oder mindestens Rüstungskontrolle

- Atomwaffen abschaffen oder wenigstens reduzieren.

- UN stärken

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