alt

Nie wieder Krieg (ohne uns)! - Kurt Gritsch über die Rolle von Grünen, Linken und Medien im Kosovo-Krieg.

Als eBook für 4,99 Euro bei Telepolis erschienen.

Aus der Ankündigung bei "Telepolis" durch Florian Rötzer:

Der Historiker und Konfliktforscher Kurt Gritsch geht im neuen Telepolis-eBook den Ursprüngen der von Rot-Grün mit dem Kosovo-Krieg eingeführten Ideologie des "humanitären Kriegs" nach. Wie war es möglich, dass ausgerechnet eine rot-grüne Regierung Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in den Krieg führte? Ausgerechnet unter Beteiligung der Grünen, die auch aus der Friedensbewegung kam und als Friedenspartei aufgetreten war? Akribisch geht Gritsch den Begründungen und Manövern nach, die zu der Kriegsbeteiligung führte. Dabei stellt er ein Paradox heraus, das die moralische Rechtfertigung ermöglichte: "Mit der Beteiligung am NATO-Angriff auf Serbien 1999 vollzog Deutschland die Wende: Deutschland führt nicht mehr trotz, sondern gerade wegen seiner Vergangenheit Krieg." Die Erinnerung an den Holocaust wurde ausgerechnet "als Rechtfertigung für die Remilitarisierung der deutschen Außenpolitik missbraucht". Deutschland führt den "guten", den "gerechten" Krieg.

Seitdem haben SPD und Grüne die weiteren Auslandseinsätze mitgetragen, auch wenn man beim Irak-Krieg auf Distanz gegangen ist. Das soll wohl aber mit der neuen transatlantischen Einheit seit dem Ukraine-Konflikt nicht mehr vorkommen. Zudem ist Deutschland ausgerechnet unter Rot-Grün zu einer der weltweit führenden Exportnationen für Rüstungsgüter aufgestiegen. Wer dem nachgehen will, wie dies geschehen konnte, wird aus der von Gritsch dokumentierten Debatte über den Kosovo-Krieg erkennen können, wie es zu dieser historischen Weichenstellung der deutschen Politik gekommen ist und woher die Argumentationsmuster stammen, die weiterhin die angeblich humanitären Interventionen rechtfertigen sollen.

 
Zum Seitenanfang