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Martin Porwoll und Maria-Elisabeth Klein haben die dunklen Machenschaften in einer Apotheke in Bottrop aufgedeckt. Für ihre Enthüllungen über schwach dosierte oder unwirksame Krebsmedikamente und mehrfachen Betrug haben sie in Kassel am 1.Dezember 2017 den „Whistleblower-Preis 2017“ bekommen. Der Volkswirt Porwoll und die Pharmazeutisch-Technische Assistentin Klein hatten selbst in der Apotheke gearbeitet.

Die beiden ehemaligen Mitarbeiter der Alten Apotheke teilen sich den Preis mit dem im deutschen Exil lebenden türkische Journalist Can Dündar. „Der Whistleblower-Preis ist ein großer Ausdruck der Solidarität mit allen Journalisten, die in der Türkei um Pressefreiheit ringen“, erklärte Preisträger Dündar. Er war Chefredakteur der Zeitung „Cumhuriyet“ und saß nach einem Bericht über eine Waffenlieferung des türkischen Geheimdienstes an islamistische Milizen in Syrien in der Türkei im Gefängnis.

Die Auszeichnung wurde zum zehnten Mal von IALANA Deutschland - Vereinigung für Friedensrecht und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) verliehen. Über 400 Menschen nahmen an dem Festakt in Kassel teil und sprachen so den Whistleblowern ihre Hochachtung aus. In der Veranstaltung wurde immer wieder die Forderung nach einem besseren Schutz der Whistleblower in Deutschland durch ein längst überfälliges Gesetz laut.

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