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Bernard Schmid 28.12.2015 in telepolis - Muslimische Kleriker warnen lautstark vor einer "Kolonisierung Malis in Form der Präsenz ausländischer Truppen"

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46969/

T. Wiegold auf "Augen geradeaus" vom  06. Januar 2016 zum Mali-Einsatz im Rahmen von MINUSMA

Formal ist es kein neuer Einsatz, sondern die Fortsetzung und Erweiterung der deutschen Beteiligung an den UN-Truppen in Mali. Doch faktisch hat das Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch eine neue Mission im gefährlichen Norden des westafrikanischen Landes auf den Weg gebracht:

Zur Unterstützung der Blauhelm-Truppe MINUSMA sollen ab Februar schrittweise bis zu 500 deutsche Soldaten vor allem als Aufklärer in der Wüstenregion eingesetzt werden. Die Gesamtstärke der deutschen MINUSMA-Mission steigt formal damit auf bis zu 650 Soldaten – allerdings nur auf dem Papier: Die bisherige Obergrenze von 150 Bundeswehrsoldaten sieht die mögliche Beteiligung am Lufttransport in Mali vor, die von den UN aus Kostengründen beendet wurde, außerdem die Betankung von französischen Kampfjets im UN-Einsatz, die auch seit längerem nicht mehr gefordert war. Tatsächlich sind derzeit nur rund zehn Soldaten im MINUSMA-Dienst (die weiteren knapp 250 Soldaten in Mali gehören zur EU-Ausbildungsmission; ein anderer Einsatz und ein anderes Mandat).

Die neue Mission ist von vornherein als robuster Einsatz ausgelegt, auch wenn nicht von einem Kampfauftrag, sondern von Aufklärung die Rede ist. Die Blauhelmtruppe steht unter einem UN-Mandat nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen, und ausdrücklich sind alle erforderlichen Maßnahmen einschließlich der Anwendung militärischer Gewalt zur Durchsetzung des Auftrags zugelassen.

http://augengeradeaus.net/2016/01/neuer-bundeswehreinsatz-in-afrika-kabinett-beschliesst-mission-im-norden-malis/#more-22574

 

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