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Kongo-Rebellenführer beging Kriegsverbrechen

nach: "neues deutschland" vom 08.04.14

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag hat den kongolesischen Rebellenführer Germain Katanga wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verurteilt.


Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Katanga 2003 mit seinen Truppen ein Dorf im Osten des Landes überfallen und in wenigen Stunden 200 Menschen getötet hat. Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und Sexsklaverei wurde der 35-Jährige hingegen freigesprochen. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Die Entscheidung rief gemischte Reaktionen hervor.

»Das heutige Urteil ist ein Sieg für die Opfer und ihre Familien und eine klare Botschaft, dass Verbrecher bestraft werden«, sagte William Pace von »Coalition for the ICC«. Auch die kongolesische »Liga für Frieden, Menschenrechte und Gerechtigkeit« begrüßte das Urteil, »weil es Opfern die Hoffnung auf Entschädigung für die Verbrechen gibt«. Frauengruppen äußerten sich kritisch. »Der Freispruch Katangas von Vergewaltigung und Sexsklaverei ist eine verheerende Entscheidung für die Überlebenden des Angriffs und alle anderen Opfer in der Region«, sagte Brigid Inder von der »Women's Initiative for Gender Justice«.

hier die Presseerklärung des ICC (englisch): http://www.icc-cpi.int/en_menus/icc/press%20and%20media/press%20releases/Pages/pr986.aspx

 

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