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Ottfried Nassauer wertet die aktuelle Standortplanung des Verteidigungsministeriums für Büchel aus

Die Standortentscheidungen des BMVg bedeuten für Büchel so einiges. Hier eine erste kurze Zusammenfassung:
Die Umrüstung auf Eurofighter wird abgeblasen, so entfallen die entsprechenden Modernisierungsausgaben.
Der früher angedachte Umzug der Tornados nach Lechfeld entfällt; statt dessen ziehen die ECR- Tornados aus Lechfeld wahrscheinlich nach Büchel um, weil Lechfeld definitiv geschlossen wird.
Dies hat zur Folge, dass Büchel einziger verbleibender Tornadostandort der Bundeswehr wird und dort wahrscheinlich alle künftig in Dienst zu haltenden 85 Tornados (minus Ausbildungsflugzeuge in den USA?) zu sammengezogen werden. Die bedeutet etwas mehr Personal auf dem Fliegerhorst (plus rund 130 in Büchel und Cochem), aber auch deutlich mehr Flugverkehr.
Das Gerücht, dass die Bomben zeitweise nach Nörvenich umziehen, ist entweder hinfällig oder bezieht sich auf einen kurzem Zwischenzeitraum von Bauarbeiten an den Lagervaults - planen die USA - und/oder am Flugplatz - könnte die Bundeswehr planen.
Der Fliegerhorst hängt künftig ganz an den Tornados und der nuklearen Teilhabe; die Luftwaffe baut sich ihre eigene für die Teilhabe werbende lokale "Constituency", weil mit den Tornados der Platz überflüssig würde. Für die Lokalpolitiker ist das ein Pyrrhus-Sieg, denn die Tornados werden sicher früher außer Dienst gestellt als die Eurofighter, die ja viel jünger gewesen wären. Im nächsten Jahrzehnt steht damit der Fliegerhorst ernsthaft zur Debatte und wahrscheinlich vor der Auflösung.

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