Anfang August hatte die Bundesregierung in der Bundespressekonferenz angekündigt, sie werde auch in den eben beginnenden Schlussverhandlungen in der UN-OEWG für eine Welt ohne Atomwaffen eintreten

Dies war dahingehend verstanden worden, dass sie mit der Staatenmehrheit in der Schlussabstimmung dort gegen die Atommächte stimmen werde. Tatsächlich stimmte sie genau entgegengesetzt. Auf diesen Widerspruch nun in der Pressekonferenz vom 9.9.2016 angesprochen versuchte der Sprecher des Auswärtigen Amtes eine Rechtfertigung: ein völkerrechtliches Abkommen, das die Atomwaffen ächte, aber von den Atommächten nicht unterzeichnet werde, werde das Regime des NPT-Vertrags „entkernen und entwerten“, sei daher als ungeeignet abzulehnen.

Hier ein Video der Pressekonferenz; die einschlägige Passage beginnt in Minute 26:40 (bis Min 33:20).

https://www.youtube.com/watch?v=p05ZIAXQXGI&feature=youtu.be